Im Jahr 2024 kontrollierten drei amerikanische Konzerne – Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud – nach Angaben der Synergy Research Group zusammen rund 65 Prozent des weltweiten Marktes für Cloud-Infrastruktur. Wenn ein europäisches Unternehmen Monday.com abonniert, um seine Projekte zu steuern, landen Aufgabenboards, interne Kommentare, Dateianhänge und Mitarbeiterdaten fast immer in Rechenzentren von AWS, obwohl das Unternehmen, das die Rechnung stellt, seinen Sitz in Tel Aviv hat. Dieses Detail wirkt rein technisch, entscheidet aber darüber, welche Regierung rechtlich Zugriff auf diese Informationen verlangen kann, unter welchem Rechtsrahmen und mit welchem Maß an unabhängiger richterlicher Kontrolle. Für eine Steuerkanzlei in Hamburg oder ein Planungsbüro in Stuttgart ist das keine Randfrage, denn in den Boards stehen Mandantennamen, Fristen und vertrauliche Absprachen.
Monday.com (Israel, EIU 7,54) gehört zu den meistverkauften Plattformen für Arbeitsmanagement weltweit und ist seit Juni 2021 an der NASDAQ notiert. Taiga (Spanien, EIU 8,07) ist die quelloffene Alternative, entwickelt vom spanischen Unternehmen Kaleidos, die jede Organisation auf einem eigenen europäischen Server installieren kann. Der Unterschied liegt nicht nur im Preis oder im Funktionsumfang. Er betrifft die Frage, wer den Prozess kontrolliert, wo die Daten tatsächlich liegen und welches Recht gilt, wenn etwas schiefgeht.
Projektmanagement-Software aus demokratischen Ländern: warum die Herkunft zählt
Software als Dienstleistung hat keine physische Lieferkette, wohl aber eine Jurisdiktion. Ein Kanban-Board in einem Projektmanagement-Werkzeug enthält typischerweise Kundenverträge, unveröffentlichte Produkt-Roadmaps, Umsatzzahlen und, wenn Personalprozesse darüber laufen, personenbezogene Daten von Beschäftigten: Gehaltsinformationen, Leistungsbeurteilungen, Krankmeldungen. Democratic Market behandelt diese Informationen mit demselben Maßstab, den wir an ein elektronisches Bauteil anlegen. Es zählt, wo sie verarbeitet werden, welches Unternehmen sie rechtlich kontrolliert und welche demokratischen Sicherungen diese Jurisdiktion gegen willkürlichen staatlichen Zugriff schützen.
Wenn ein europäisches KMU seine internen Prozesse einem Anbieter anvertraut, dessen Infrastruktur von einem US-Hyperscaler abhängt, ist es – wenn auch mittelbar – Rechtsrahmen wie dem CLOUD Act von 2018 ausgesetzt. Dieses Gesetz erlaubt US-Behörden, amerikanische Unternehmen zur Herausgabe von Daten zu zwingen, die irgendwo auf der Welt gespeichert sind, einschließlich Servern auf dem Gebiet der Europäischen Union. Der Europäische Gerichtshof hat dieses Risiko bereits 2020 im Urteil Schrems II benannt und den Privacy Shield gekippt, weil er keine angemessenen Garantien gegen US-Überwachung bot.
Es handelt sich nicht um eine abstrakte Debatte. Eine Umfrage des europäischen Branchenverbands DIGITALEUROPE aus dem Jahr 2025 ergab, dass mehr als 60 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen in Europa Kriterien der Datensouveränität in ihre Auswahlverfahren für SaaS-Anbieter aufgenommen haben, gegenüber nur 20 Prozent im Jahr 2021. Der am häufigsten genannte Grund war weder der Preis noch der Funktionsumfang, sondern die rechtliche Unsicherheit darüber, was mit Unternehmensdaten geschieht, wenn der Anbieter der extraterritorialen Gesetzgebung eines Drittstaats unterliegt. In Deutschland verstärken die Positionen der Datenschutzkonferenz und die Empfehlungen des BSI diesen Trend zusätzlich.
Taiga: Open-Source-Projektmanagement aus Spanien mit echter Datensouveränität
Taiga wurde 2014 von Kaleidos veröffentlicht, einem spanischen Softwarehaus, das seit Jahren auf agile Entwicklung und freie Software spezialisiert ist. Das Werkzeug deckt Scrum und Kanban ab, mit Backlog, Sprints, Epics, User Stories, Issue-Tracking und einem integrierten Wiki. Der Quellcode ist öffentlich unter einer freien Lizenz verfügbar. Spanien erreicht im EIU-Demokratieindex 2025 einen Wert von 8,07 und gilt damit als vollständige Demokratie, mit einer unabhängigen Justiz, einer aktiven Datenschutzbehörde (AEPD) und einer Verfassung, die den Schutz personenbezogener Daten ausdrücklich als Grundrecht verankert.
Die praktische Konsequenz: Die Organisation, die Taiga nutzt, entscheidet selbst, wo ihre Daten liegen. Eine Anwaltskanzlei in München kann Taiga auf einem Hetzner-Server in Falkenstein betreiben. Eine französische Behörde kann es auf einer Infrastruktur einsetzen, die nach SecNumCloud der ANSSI zertifiziert ist. Ein Architekturbüro in Lissabon kann Taiga Cloud wählen, den gemanagten Dienst, den Kaleidos selbst in europäischen Rechenzentren betreibt. In allen drei Fällen hat kein Gericht außerhalb der Europäischen Union einen direkten rechtlichen Weg, um Zugang zu diesen Boards zu verlangen.
Taiga ist nicht perfekt. Der Katalog nativer Integrationen ist kleiner als bei Monday.com, und das Self-Hosting erfordert entweder eigene technische Kapazitäten oder einen vertrauenswürdigen Dienstleister für die Wartung. Für Organisationen, die mit sensiblen Informationen arbeiten – Kanzleien, Arztpraxen, Behörden, Menschenrechtsorganisationen –, ist diese anfängliche Reibung jedoch der Preis für eine überprüfbare Datensouveränität statt eines bloßen vertraglichen Versprechens.
Weitere demokratische Alternativen: OpenProject und Vikunja aus Deutschland
Taiga ist nicht die einzige Option mit vollständig demokratischer Herkunft. OpenProject, entwickelt von der OpenProject GmbH in Berlin, bietet eine Suite, die stärker auf klassische und hybride Projektmethoden ausgerichtet ist, mit Gantt-Diagrammen, Ressourcenplanung und Kostenberichten. Auch OpenProject ist quelloffen und lässt sich in Deutschland (EIU 8,53) selbst hosten; es ist zudem Teil von openDesk, dem souveränen Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung. Vikunja, ein schlankerer Aufgabenmanager ebenfalls deutscher Herkunft, folgt derselben Philosophie: offener Code, keine Abhängigkeit von einem einzelnen Hyperscaler und europäische Jurisdiktion als Standard.
Democratic Market betrachtet diese drei Werkzeuge – Taiga, OpenProject und Vikunja – als Kern der tragfähigen demokratischen Alternativen zu den geschlossenen Suiten aus dem Silicon Valley und aus Tel Aviv. Die Wahl zwischen ihnen hängt vor allem von der Arbeitsweise ab: Taiga für agile Software- und Produktteams, OpenProject für Organisationen mit klassischer Projektsteuerung und Budgetverantwortung, Vikunja für kleine Teams, die vor allem eine übersichtliche Aufgabenliste benötigen.
Monday.com: Hauptsitz in Israel, Infrastruktur in den USA, geschlossener Code
Israel erreicht im EIU-Demokratieindex 2025 einen Wert von 7,54 und wird als unvollständige Demokratie eingestuft. Das liegt oberhalb der Schwelle von 6,0, die Democratic Market anwendet, allerdings mit relevanten Einschränkungen: Der Index wertet Israel in den Dimensionen politische Kultur und bürgerliche Freiheiten ab, unter anderem wegen der seit 1948 durchgehend geltenden Notstandsgesetze und der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt mit den palästinensischen Gebieten. Das macht Monday.com nicht zu einem gesperrten Produkt, rechtfertigt aber einen genaueren Blick auf den Rest der Kette, insbesondere auf den Ort, an dem die verarbeiteten Daten tatsächlich liegen.
Monday.com ist eine vollständig geschlossene Plattform. Es gibt keine Open-Source-Version und keine Möglichkeit des Self-Hostings, und das Unternehmen betreibt seine Kerninfrastruktur auf Amazon Web Services. Eine Datenresidenz in der EU, mit Rechenzentren in Irland und Frankfurt, wird ausschließlich im Enterprise-Tarif angeboten, der teuersten Stufe. In den Tarifen Basic, Standard und Pro, in denen sich die große Mehrheit der KMU-Kunden befindet, werden Daten standardmäßig auf AWS-Infrastruktur in den USA gespeichert und unterliegen damit dem CLOUD Act. Selbst bei EU-Residenz bleibt der Infrastrukturbetreiber ein US-Konzern, was das Restrisiko nicht vollständig beseitigt.
Monday.com vs. Taiga im Vergleich: Funktionen, Preis und demokratisches Profil
Beim Nutzererlebnis liegt Monday.com vorn: visuelle Automatisierungen ohne Programmierkenntnisse, ein Marktplatz mit mehr als 200 nativen Integrationen, individuell gestaltbare Dashboards und eine Lernkurve, die auf nicht-technische Teams zugeschnitten ist. Die Preise liegen in den Standardtarifen zwischen 9 und 19 US-Dollar pro Nutzer und Monat, mit einer Mindestabnahme von drei Plätzen, und steigen im Enterprise-Tarif mit europäischer Datenresidenz deutlich an. Taiga ist in der selbst gehosteten Variante abgesehen von den Serverkosten kostenlos; das gemanagte Angebot Taiga Cloud beginnt bei etwa 7 Euro pro Nutzer und Monat, mit allen Daten standardmäßig auf europäischer Infrastruktur und ohne Aufpreis für Souveränität.
Funktional deckt Taiga das klassische agile Management solide ab – Scrum und Kanban, Backlog, Sprints, Epics –, sein Ökosystem für Integrationen und Automatisierungen ist aber begrenzter als das von Monday.com. Für ein Softwareentwicklungsteam oder ein IT-Beratungshaus, das bereits agil arbeitet, fällt diese Lücke kaum ins Gewicht, zumal Taiga Webhooks und eine dokumentierte REST-API bietet. Für eine Marketingabteilung, die Dutzende externe Werkzeuge über visuelle Automatisierungen verbinden muss, bleibt Monday.com bequemer – um den Preis der abgetretenen Kontrolle über die Jurisdiktion der Daten.
Ein dritter Vergleichspunkt ist das Konzentrationsrisiko. Wenn Tausende europäische Unternehmen ihre täglichen Projektdaten über dieselben drei amerikanischen Hyperscaler leiten, kann ein einzelner größerer Ausfall, eine Änderung der Geschäftspolitik oder ein geopolitischer Konflikt eine ganze Volkswirtschaft gleichzeitig treffen. Allein die AWS-Region US-East-1 hat in den vergangenen Jahren mehrere stundenlange Ausfälle erlebt, die zahlreiche abhängige SaaS-Werkzeuge zugleich lahmlegten. Selbst gehostete Taiga-Installationen, verteilt auf Dutzende unabhängige europäische Anbieter, tragen dieses gebündelte Risiko nicht.
EU-Recht 2026: Data Act, EUCS und DSGVO-Drittlandtransfers
Der EU Data Act, seit September 2025 vollständig anwendbar, verpflichtet Cloud-Anbieter, die Datenportabilität zu erleichtern und vertragliche Klauseln abzuschaffen, die einen Anbieterwechsel erschweren – ein historischer Schwachpunkt geschlossener Suiten wie Monday.com. Parallel dazu läuft die Debatte über das europäische Zertifizierungsschema für Cloud-Dienste (EUCS) weiter, insbesondere über die Frage, ob „Immunität gegenüber ausländischer Gesetzgebung“ als Bedingung für Aufträge der öffentlichen Hand verlangt werden soll. Eine solche Anforderung würde Anbieter, deren Infrastruktur von US-Hyperscalern abhängt, automatisch ausschließen, sofern sie keine zertifizierte EU-Residenz unter einer rechtlich unabhängigen europäischen Gesellschaft anbieten.
Die DSGVO regelt in den Artikeln 44 bis 49 die Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Wenn ein deutsches Unternehmen Monday.com nutzt und Beschäftigtendaten auf AWS-Server in den USA gelangen, muss sich dieser Transfer auf das EU-U.S. Data Privacy Framework oder auf Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission stützen, ergänzt um zusätzliche technische Maßnahmen wie eine robuste Verschlüsselung bei der Übertragung und im Ruhezustand. Die rechtliche Verantwortung für die Prüfung, ob diese Garantien ausreichen, liegt beim Kunden, nicht beim Anbieter. Bei einem selbst gehosteten Taiga auf einem europäischen Server stellt sich dieses Problem gar nicht: Es gibt keine Drittlandübermittlung zu rechtfertigen, weil die Daten die Union nie verlassen.
Für deutsche Leser ist zudem relevant, dass Beschäftigtendaten nach § 26 BDSG und den Vorgaben der Betriebsverfassung besonders geschützt sind. Wird ein Werkzeug eingeführt, mit dem sich Leistung und Verhalten der Beschäftigten überwachen lassen, hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Die Frage nach dem Speicherort und der Rechtsordnung des Anbieters landet deshalb in vielen Unternehmen nicht nur bei der IT, sondern auch auf dem Tisch der Arbeitnehmervertretung.
Wie Democratic Market Software-as-a-Service bewertet
Für Softwarekategorien übersetzt Democratic Market seine übliche Prüfung physischer Lieferketten in drei gleichwertige Fragen. Erstens: In welchem Land hat das Unternehmen, das das Produkt kontrolliert, seinen rechtlichen Sitz, und welchen EIU-Wert hat dieses Land? Zweitens: In welcher Jurisdiktion werden Kundendaten standardmäßig gespeichert, überprüft anhand der technischen und vertraglichen Dokumentation des Anbieters und nicht anhand von Marketingaussagen? Drittens: Ist der Code öffentlich prüfbar, oder muss der Nutzer den vertraglichen Zusicherungen eines Unternehmens blind vertrauen, das er nicht einsehen kann?
Nur wenn alle drei Antworten auf Jurisdiktionen mit einem EIU-Wert über 6,0 verweisen und eine überprüfbare Transparenz bieten, erhält ein SaaS-Produkt das Label „bestätigte demokratische Herkunft“ von Democratic Market. Taiga erfüllt alle drei Kriterien. Monday.com besteht das erste, verfehlt das zweite in den Standardtarifen und erfüllt das dritte nicht, weil der Code geschlossen ist. Wichtig ist die Präzisierung: Israel liegt mit 7,54 deutlich über unserer Schwelle, Monday.com ist also nicht aus Gründen der demokratischen Herkunft gesperrt. Was es von Taiga trennt, ist eine zweite, unabhängige Achse unserer Methodik – die Jurisdiktion der Infrastruktur und die Transparenz des Quellcodes.
Für wen sich welches Werkzeug eignet
Monday.com ist sinnvoll für Marketing-, Vertriebs- oder Kreativteams, die Projekte mit geringer Sensibilität verwalten – Werbekampagnen, Redaktionspläne, Lead-Verfolgung – und die vor allem schnelle Einführung und eine visuell ansprechende Oberfläche schätzen. Vertretbar ist es auch für junge Start-ups, die gegenüber Investoren ein ausgefeiltes Werkzeug präsentieren möchten und noch keine eigenen Kapazitäten für den Betrieb einer Infrastruktur haben.
Taiga ist dagegen die naheliegende Wahl für Softwareteams, die ohnehin mit quelloffenen Werkzeugen arbeiten, für Berufsgeheimnisträger wie Kanzleien, Steuerberater und Arztpraxen, für Behörden mit Vergabevorgaben, die europäische Anbieter bevorzugen, und für jede Organisation, die lieber einmalig Einrichtungszeit investiert, als dauerhaft vertraglich von einem ausländischen Anbieter abhängig zu sein. Dieser Tausch sieht im Rückblick meist umso besser aus, je länger die Geschäftsbeziehung dauert.
Kaufberatung: Projektmanagement-Tool DSGVO-konform auswählen, Schritt für Schritt
Erster Schritt: Erfassen Sie, welche Daten tatsächlich in das Werkzeug wandern. Wenn Ihre Organisation Mandantendaten unter Berufsgeheimnis, medizinische Informationen, sensibles geistiges Eigentum oder Personaldaten verwaltet, lautet die Empfehlung von Democratic Market eindeutig: Setzen Sie ein selbst gehostetes Taiga bei einem zertifizierten europäischen Cloud-Anbieter ein, etwa Hetzner, IONOS oder OVHcloud, oder abonnieren Sie direkt Taiga Cloud. Zweiter Schritt: Holen Sie bei jedem Anbieter eine schriftliche Auskunft über das Land des Rechenzentrums, die Rechtsform des Infrastrukturbetreibers und die Liste der Unterauftragsverarbeiter ein.
Dritter Schritt: Kalkulieren Sie die Gesamtkosten über drei Jahre, einschließlich Wartung, Updates und Backups beim Self-Hosting, und vergleichen Sie sie mit dem Enterprise-Tarif von Monday.com, falls Sie EU-Residenz benötigen. Vierter Schritt: Beziehen Sie frühzeitig Datenschutzbeauftragte und gegebenenfalls den Betriebsrat ein. Fünfter Schritt: Testen Sie den Export vor Vertragsabschluss. Wenn Ihr Team klein ist, Ihre Projekte keine besonders sensiblen Informationen enthalten und Sie Einrichtungsgeschwindigkeit über Datensouveränität stellen, ist Monday.com im Enterprise-Tarif mit EU-Datenresidenz eine vertretbare Option, wenn auch deutlich teurer als die Standardtarife.
Fazit: Auch Prozessfreiheit ist eine Entscheidung
Die Wahl eines Projektmanagement-Werkzeugs ist nicht nur eine Produktivitätsentscheidung. Sie ist eine Entscheidung darüber, wer Ihre Verträge, Ihre Gehaltsdaten und Ihre Roadmap lesen kann, wenn ein Gericht, eine Regierung oder ein gut ausgestatteter Wettbewerber eines Tages danach fragt. Taiga gewinnt nicht in jeder Funktion gegen Monday.com, aber es gewinnt die Frage, die Democratic Market für entscheidend hält: Wer kontrolliert die Daten tatsächlich?
Unsere Empfehlung lautet daher: Taiga, selbst gehostet bei einem europäischen Anbieter oder als Taiga Cloud, für alle Organisationen mit sensiblen Daten und agiler Arbeitsweise; OpenProject als gleichwertige deutsche Alternative für klassisch gesteuerte Projekte; Monday.com nur im Enterprise-Tarif mit EU-Residenz und nur für Projekte mit geringer Sensibilität. Jedes Abonnement ist eine Entscheidung darüber, welcher Rechtsrahmen die Informationen Ihrer Organisation schützt oder eben nicht, und diese Entscheidung sollte bewusst getroffen werden statt aus Bequemlichkeit.

